Philosophie

Philosophie der Werkschau

Wie es zu der Idee gekommen ist!

Die Idee ist mir gekommen als ich das erste Buch von Julia Cameron „Der Weg des Künstlers“ durchgearbeitet habe und es darum ging eine Art Künstlergebet für sich selber zu schreiben und da kam der Wunsch nach einer sich unterstützenden Künstlergemeinschaft, einem Netzwerk, auf. Eine Gemeinschaft, die wirklich von gegenseitiger Anerkennung und Unterstützung geprägt ist und nicht von Konkurrenz.

Mir geht es darum, sich als Künstler miteinander zu verbinden, neugierig aufeinander und die verschiedenen Kunstrichtungen, die wir alle mitbringen, zu sein. Vielleicht entstehen auch ganz neue kreative Projekte, die es bisher noch nicht gegeben hat. Wer weiss? Auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass Künstler ein eigenes Netzwerk brauchen.

Cameron drückt es so aus: „Kunst entsteht aus der Seele; die Gemeinschaft von uns Künstlern ist eine spirituelle Gemeinschaft.“

Cameron hat auch sogenannte Regeln für eine künstlerische Gemeinschaft entworfen, die ich als sehr inspirierend empfinde:

  1. „Kreativität blüht an einem Ort der Sicherheit und Anerkennung

  2. Kreativität wächst unter Freunden und verkümmert unter Feinden

  3. Alle kreativen Ideen sind Kinder, die unseren Schutz verdienen

  4. Jeder kreative Erfolg setzt kreativen Mißerfolg voraus

  5. Die Erfüllung unserer Kreativität ist ein Akt heiligen Vertrauens

  6. Jemandes Kreativität zu verletzen, verletzt dieses heilige Vertrauen

  7. Bei der Beurteilung künstlerischer Arbeit sollte man das kreative Kind unterstützen und es auf keinen Fall beschämen

  8. Bei der Beurteilung künstlerischer Arbeit sollte man sich auf Stärken und nicht auf Schwächen konzentrieren

  9. Erfolg kommt in Schüben und gedeiht in Großzügigkeit

  10. Das Gut eines anderen kann niemals unser eigenes Gut blockieren“

Warum eine Künstler – Werkschau?

Mich fasziniert die Möglichkeit eine Plattform zu schaffen, wo man seine Projekte oder neue Ideen zeigen kann, ohne dass gleich der Anspruch auf Professionalismus besteht, da es ja „nur“ eine „Werkschau“ ist. Das heisst, es kann etwas gezeigt werden, was sich vielleicht noch im Prozess befindet. Es ist eine große Chance mal den eigenen Perfektionismus, nach hinten zu stellen und sich einfach auf den eigenen künstlerischen Ausdruck, zu besinnen. Die „Künstler – Werkschau“ gibt die Erlaubnis alles Erdenkliche auszuprobieren, neue Risiken einzugehen. Im Idealfall gedeiht so künstlerisches Wachstum!

Ich wünsche mir von Herzen, dass sich ein Kreis an Künstlern und kreativen Menschen herausbildet, der sich gegenseitig ermutigt und unterstützt. Sei es durch nützliche Tips oder durch neue Kooperationen. Wer weiss, was daraus noch entsteht?

ImpaKt Theatre

Anja Kersten